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Autos und die Freiheit

Veröffentlicht am in 💭 Gedanken
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Oft wird das eigene Auto mit Freiheit assoziiert. Wann immer man will, wohin auch immer man will, so schnell fahren, wie man will. Dabei ist es doch gerade das eigene Auto, das einem ein ganzes Stück Freiheit nimmt: Steuern, Versicherung, Reparaturen, Tanken, Parkplatz finden.

Besonders in den letzten drei Monaten, wo ich nun kein eigenes Auto mehr habe, merke ich, wieviel freier ich eigentlich ohne eigenes Auto (in der Stadt) bin.

Ich bin flexibler, ich kann mir das passende Verkehrsmittel für den Zweck suchen. Egal ob Fahrrad, Bahn, Bus, kleines Auto, großes Auto, Transporter.

Ich bin weniger gebunden, muss nicht hunderte Euro pro Monat für ein Auto bezahlen, was dann eh die ganze Zeit nur herumsteht. Wenn ich ein Carsharing-Auto miete, muss ich nicht zwanzig Minuten herumgurken, um einen Parkplatz zu finden. Ich muss mich nicht um Sachen wie Reparaturen, Inspektion oder TÜV kümmern.

Ich bin umweltfreundlicher, weil ich, noch mehr als vorher schon, mit dem Fahrrad fahre, statt Diesel oder Benzin zu verbrennen. Das Fahrradfahren hat aber auch weitere Vorteile wie Bewegung Im Alltag, die einem sonst ja oft fehlt, oder kein Stehen im Stau.

Klar, wer auf dem Dorf wohnt, hat diese Alternativen oft nicht. Aber wenn wenigsten in der Stadt weniger Autos fahren (und stehen) würden, gäbe es ja schonmal mehr Platz für breitere und sicherere Fahrrad- oder Gehwege.

Und wenn’s dann doch ein Auto für die Familie braucht, dann dürfte auch ein Kombi reichen und mit Mitfahrgemeinschaften lassen sich die Anzahl der Autos und die Höhe der Kosten weiter reduzieren.

Die aktuellen Preise (über die sich alle aufregen, während doch der Sprit letztes Jahr so günstig war) beschleunigen vielleicht das Umdenken…

Und für ein bisschen weitere Inspiration kann ich auch Heiko Bielinski empfehlen.

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Jan-Lukas Else
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