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Warum auch der Werbeboykott Facebook nicht ändert

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Würde Facebook Trump und Co. einschränken oder von ihrer Plattform verbannen, dann könnten sie gleich ihren ganzen Laden zumachen. Wie die Autorin im Artikel auf ZEIT Online selbst schreibt:

Es ist kein Spiegel der Gesellschaft, es ist ein Spiegel unserer Interessen. Oder besser: ein Spiegel der Interessen, die Facebook uns zuschreibt, um uns möglichst lange auf seinen Seiten zu halten. Damit wir möglichst viele Anzeigen angezeigt bekommen und mit unserer Aufmerksamkeit möglichst viel Geld verdient werden kann.

Durch polarisierende Beiträge werden Nutzer auf der Plattform gehalten, egal ob sie den Aussagen zustimmen oder sich über sie aufregen. Je länger die Nutzer auf der Seite bleiben, umso mehr Werbung kann Facebook anzeigen und umso mehr Geld verdienen sie. Und für Facebook scheint eben nur eines zu zählen: das Geld.

Auch ein Werbeboykott von ein paar hundert Firmen ändert daran wenig:

Zweitens sind 900 Firmen für Facebook, das nach eigenen Angaben mit mehr als sieben Millionen Werbepartnern zusammenarbeitet, eine vernachlässigbare Zahl. Fallen ein paar weg, wird es genügend andere Firmen geben, die an ihrer statt für Werbeplätze zahlen.

Ich bin nicht nur weg von Facebook und Twitter. Auch Instagram benutze ich nur noch ganz sporadisch über einen Webbrowser mit Werbeblocker. WhatsApp ist zwar noch installiert, aber alle wichtige Kommunikation findet bei mir über Telegram, Email oder Telefon statt.

Ich lasse meine Aufmerksamkeit ungern verkaufen und auf werbefinanzierten Plattformen privater Unternehmen geschieht genau das. Daraus ziehe ich meine Konsequenzen. Um zu erfahren was in der Welt los ist folge ich einer handvoll Nachrichten-Seiten mittels eines Feedreader.

https://www.zeit.de/digital/internet/2020-07/facebook-werbeboykott-hassrede-fake-news-mark-zuckerberg/komplettansicht

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Jan-Lukas Else
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