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Hoffentlich kein strahlendes Comeback

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Atomkraft wird immer wieder als Möglichkeit angeführt, die Klimaziele doch noch einzuhalten und die Klimakrise zu verlangsamen. Die Dokumentation “Strahlendes Comeback - Rettet Atomkraft das Klima?” beschäftigt sich mit der Frage, ob Atomkraft wirklich eine Lösung ist. Spoiler: Nein!

Ich hab immer noch die Fernsehbilder von 2011 vor Augen, als in Japan das passiert ist, was theoretisch jedem Atomkraftwerk der Erde drohen kann, der Super-GAU.

Atomkraft ist einfach nicht so sicher, wie es vielleicht wünschenswert ist. Die Welt ist fragiler denn je, Terroranschläge, Umweltkatastrophen, Kriege, all das macht den Betrieb von AKWs noch gefährlicher, als er eh schon ist.

Und auch neue Entwicklungen scheinen hier keine Lösungen zu bringen, wie die Dokumentation zeigt. Sowohl in Finnland, Frankreich, als auch in den USA gibt es in den letzten Jahren immer wieder massive Probleme mit dem Bau neuer Atomkraftwerke und Technologien, die eigentlich für die aktuellen Jahre versprochen wurden, sind längst nicht marktreif.

Statt auf Atomstrom als Alternative zu Kohlestrom zu setzen, finde ich (und das ist auch eine Sicht aus der Dokumentation), sollte das Geld, das in diese Forschung gesteckt wird, lieber in Forschung investiert werden, die sich um die momentanen Probleme der erneuerbaren Energien kümmert. Wie kann die Energie zwischengespeichert werden, wenn mal kein Wind weht oder die Sonne nicht scheint?

Zusätzlich stimme ich mit der Forderung ein, die Energiewende konsequenter umzusetzen. Laut Dokumentation droht 2021 sogar ein Rückgang von Windkraftwerken durch neue Regeln, etwa zum Abstand zu Windrädern. Das sind hauptsächlich politische Probleme, die es zu lösen gilt. Aber dafür braucht es kompetente Politiker.

Und abschließend finde ich auch diese Sichtweise, dass der Lebensstandard auf keinen Fall gesenkt werden darf, fatal. Unser hoher Lebensstandard basiert auf der Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur. Will man noch irgendetwas retten, muss sich zwangsläufig eingeschränkt werden. Das Problem ist, dass wir Menschen grundsätzlich egoistisch sind und es immer nur um uns selbst geht. Die eigenen Bedürfnisse stehen vor allem anderen. Wieviel schon bewirkt werden könnte, würde man den Fleischkonsum senken, weniger unnötig um die Welt jetten oder mal mit dem Rad statt dem SUV fahren und sich solch einen erst gar nicht kaufen.

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/strahlendes-comeback--rettet-atomkraft-das-klima-100.html

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Jan-Lukas Else
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