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Autoverkauf

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Nun ist es endlich vollführt: Der Autoverkauf. Nachdem ich mich eigentlich schon seit langer Zeit vom Auto trennen wollte, es aber hauptsächlich aus Bequemlichkeit immer weiter herausgezögert habe, hab ich’s nun endlich hinter mir.

Vor circa zwei Monaten hatte ich das Auto, das mir meine Großmutter seit 2017 zur Verfügung gestellt hat, zum Reifenwechsel zur Werkstatt gebracht. Außerdem hatte ich auch um Klimaservice gebeten, da die Klimaanlage schon seit letztem Jahr nicht mehr funktionierte.

Dabei stellte sich dann allerdings heraus, dass es mit einem Wechsel des Kältemittels nicht vollbracht war und die Klimaanlage undicht ist. Also noch ein Termin bei einer extra auf Klimaanlagen spezialisierten Werkstatt. Dort war dann bloß das Ergebnis, dass die Klimaanlage durchgegammelt sei und eine Reparatur ziemlich teuer werden würde. Die Reparatur habe ich abgelehnt.

Das Auto hat sich für mich durch die ganzen Kosten für Reparaturen, Inspektion, TÜV und so weiter einfach nicht mehr gelohnt. Und das obwohl meine Großmutter Steuer und Versicherung (die Aufgrund meines Alters besonders teuer ist) für mich übernommen hat. Außerdem habe ich das Auto kaum noch benutzt.

Das hat mir dann endlich den Anstoß gegeben, mich nach langer Zeit wirklich ernsthaft mit einer Trennung zu beschäftigen. Meine Großmutter meinte, ich solle mich mal darum kümmern, wie man es denn loswerden könnte.

Dabei bin ich auf wirkaufendeinauto.de gestoßen. WKDA kennt man aus der (nervigen) Fernsehwerbung. Online gibt man die Daten seines Autos an und bekommt eine grobe Preisschätzung. Wenn man dann auch noch die genauen Details (Fotos, Angaben über Ausstattung und Mängel etc.) angibt, gibt es einen verbindlichen Kaufpreis und man kann sich einen Termin in einer der Filialen buchen, wo das Auto dann noch einmal geprüft wird und man sich schließlich zum Verkauf entscheiden kann.

Der Vorteil an der Sache: WKDA kümmert sich auch gleich um die Auto-Abmeldung. Außerdem bekommt man einen Preis gesagt und kann dann frei entscheiden, ob man diesen akzeptiert oder das Auto lieber behält oder anderweitig los wird. Kein nerviges Verhandeln mit dubiosen Interessenten, wie das der Fall ist, wenn man das Auto selbst auf Online-Portalen inseriert. Sondern schnell, einfach und unkompliziert.

Am Wochenende habe ich das Auto (ein Golf Plus 1.9 TDI von 2007 mit einem Kilometerstand von 139.080 km) von innen etwas gesäubert, Fotos gemacht und schließlich die genauen Details online eingetragen. Anfang dieser Woche gab es dann den Preis: 2.677€.

Dafür, dass das Auto einige Mängel hat, etwa die erwähnte Klimaanlage oder Probleme an der Verriegelung, fand ich das einen guten Preis. Das Auto ist 14 Jahre alt, ein Diesel und stand die letzten Jahre durchwegs draußen und war so jedem Wetter ausgesetzt. Ich hätte mit weniger Geld gerechnet.

Heute hatte ich schließlich den Termin in einem Gewerbegebiet in meiner Stadt. Die Filiale war eine einfache Lagerhalle mit ein paar Stühlen und Autos, die entweder gerade abgegeben wurden oder auf Abholung warteten. Nachdem ich ein paar Minuten warten musste, wurde das Auto entgegen genommen, einer kleinen Probefahrt (weniger als 5 Minuten) und schließlich einer oberflächlichen Untersuchung unterzogen. Dabei wurde nicht einmal unter das Auto geschaut. Nur von außen, von innen und vom Motorraum wurden Fotos gemacht und “nach Berlin” (in die Zentrale) geschickt, wo anscheinend nochmal der Preis überprüft wurde.

Kurze Zeit später wurde dieser mir dann bestätigt. Tatsächlich 2.677€ für das Auto, wie online angegeben! Mit der Vollmacht meiner Großmutter konnte ich den Vertrag abschließen. Der ganze Termin hat nur etwa 30 Minuten gedauert und das Personal war auch recht freundlich.

Nach all dem, was ich so über WKDA gehört oder gelesen hatte, bin ich doch erstaunt, wie gut alles geklappt hat. Die detaillierten Online-Angaben scheinen wegen Corona eingeführt worden zu sein, um den Prozess vor Ort zu beschleunigen. Vielleicht spielt ja aber auch der Börsengang der Firma hinter WKDA (die Auto1-Gruppe) eine Rolle?

Wenn jetzt auch noch die Überweisung und die Abmeldebestätigung rechtzeitig ankommen, dann bin ich zufrieden.

Was ich aber dennoch anmerken will: Nachdem ich nur die groben Daten angegeben habe, habe ich jeden Tag eine Email bekommen, die mich aufgefordert hat, doch den Vorgang fortzusetzen. Das hat mich so unter Druck gesetzt und genervt, dass ich die Emails abbestellt habe. Nur leider scheint das auch dazu geführt zu haben, dass ich keine Mails mit der abschließenden Schätzung bekommen habe und der Mitarbeiter vor Ort meinte, dass ich die Email-Adresse nicht bestätigt hätte. Ich bin gespannt, ob die Abmeldebescheinigung, die sie per Email schicken wollen, auch wirklich ankommt.

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Jan-Lukas Else
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