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Wie ist das, eine Bachelorarbeit zu schreiben?

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Mein eigentliches Top-Thema zurzeit, jedenfalls sollte es das sein, ist meine Bachelorarbeit. Anfang der Woche habe ich die Bestätigung bekommen, dass mein Thema akzeptiert wurde und auch habe ich nun einen spätesten Abgabetermin (in 11 Wochen, Ende März), den ich aber hoffentlich nicht erreiche und schon früher abgebe, weil ich ja auch schon seit vor Weihnachten daran arbeite.

Meine Studien-Kollegen, also die, die das duale Studium in derselben Firma wie ich machen, geben zwar schon in den nächsten Wochen ab, nur bei mir ist es etwas später. Zum einen hatte ich, bevor ich die Arbeit anmelden konnte, mit bürokratischen Hürden zu kämpfen. Für die Bachelorarbeit mussten Sachen beantragt werden und das hat eben einige Zeit gedauert. Aber es lag wahrscheinlich auch ein bisschen an mir, ich war eventuell nicht fokussiert genug und habe prokrastiniert und die Anmeldung vor mich hergeschoben, da ich mir nicht sicher genug mit dem Thema war.

Nun aber steht mein Thema fest, und ich finde, dass es auch ein recht spannendes Thema ist (ich darf es hier aber wahrscheinlich nicht nennen). Ich arbeite mit Tools, mit denen ich mich auch privat oder aus Neugierde schon auseinandergesetzt habe, lerne aber auch neue kennen, die ich vorher noch nicht benutzt habe. Dabei vergleiche ich verschiedene Werkzeuge und Möglichkeiten, um schließlich eine Lösung zu finden, die am vielversprechendsten ist und möglichst alle Wünsche des Kunden erfüllt. Es sei denn bei meiner Evaluation stellt sich schließlich heraus, dass man von dem ganzen Thema vielleicht doch lieber die Hände lassen sollte und so weiterarbeitet wie bisher.

Während das praktische Ausprobieren spannend ist, finde ich das Dokumentieren hingegen weniger spannend und eher nervig. Ich mag Schreiben an sich zwar, aber (Micro-)Bloggen ist eben nicht dasselbe wie das Schreiben einer wissenschaftlichen Abschlussarbeit. Schon in der Schule fiel es mir immer schwer, die gewünschten Seitenzahlen zu erreichen, da ich mich lieber knapper als ausführlicher ausdrücke. Aber immerhin geht es um ein Thema, zu dem ich viel weiß und dass ich spannend finde, also allemal besser als auch noch über ein ödes Thema so viel Text produzieren zu müssen.

Die Bachelorarbeit erstellen tue ich mit LaTeX, wie das wahrscheinlich viele Informatik-Studenten tun. Mit LaTeX zu arbeiten ist so ein bisschen wie die Bachelorarbeit zu programmieren oder eine Webseite zu designen. Ein bisschen erinnert es mich auch an Markdown, das ich benutze, um Text auf meinem Blog zu formatieren. Mittels Kommandos legt man fest, wie der Text und die PDF, die da schließlich bei rauskommt, aussehen soll. Das hat den Vorteil, dass eine einheitliche Formatierung viel einfacher als Beispielsweise mit Word wäre und die PDF schließlich wie ein echtes Buch aussieht. Auch kann ich so meinen Fortschritt versionieren und regelmäßige Schnappschüsse des Zustands sichern.

Es fällt mir sicherlich nicht leicht, die Bachelorarbeit zu schreiben. Es ist ein stressig und ich muss mich immer wieder zusammenreißen, mich zu fokussieren, zu konzentrieren und was zu erschaffen, statt nur ewig zu recherchieren und dann nichts Handfestes zu haben. Aber ich glaub es ist zum Ende des Studiums nochmal eine gute Gelegenheit an der Selbstdisziplin zu arbeiten.

Und das Ende in Sicht bringt ein bisschen Motivation. Es ist die letzte schriftliche Arbeit in meinem jetzigen Studium. Danach kann ich endlich ins Arbeitsleben starten und das Wissen und die Erfahrung, die ich im dualen Studium gelernt und gesammelt habe, in der Praxis anwenden, um echte Software zu schaffen, die schließlich produktiv eingesetzt wird. Je mehr ich mich auf die Bachelorarbeit fokussiere, desto früher kann ich abgeben und desto schneller bin ich auch mit dem Studium fertig, wenn ich dann noch nach der Abgabe mein Kolloquium absolviert habe. Ich zieh das durch!

So viel also zu meiner aktuellen Situation…

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Jan-Lukas Else
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