Gedanken

Ich hoffe, es geht allen meinen Blog-Lesern, ihren Angehörigen und Freunden den Umständen entsprechend gut… Es sind seltsame Zeiten, in denen wir uns befinden. Ein Virus versetzt uns und die ganze Welt in eine Krise, die es so seit dem 2. Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. Es herrscht Unsicherheit über das was in Zukunft noch kommen wird, Leute fangen an zu hamstern. Es ist eine Zeit, in der wir uns alle einschränken müssen, um uns selbst zu schützen, aber auch um die zu schützen, die sich selbst nicht schützen können.

Bloggen

Dies ist auch wieder so ein Artikel, den ich hauptsächlich schreibe, weil ich einfach Bock drauf hab. Einfach drauf los Tasten tippen und Wörter auf dem Bildschirm erscheinen lassen… Dave Winer definiert unter “About” auf seiner Seite scripting.com den “Natural-born blogger”: Einige Menschen wurden geboren, um Countrymusik zu spielen. Ich wurde geboren, um zu bloggen. Zu Beginn des Bloggens dachte ich, jeder würde ein Blogger sein. Ich habe mich geirrt.
Ein Problem, das auftreten kann, wenn man sich in einer technikfokussierten Blase befindet ist, dass man öfter den Wunsch verspürt sich neue Hardware anschaffen zu wollen, obwohl man ja eigentlich schon alles hat was man braucht. Die Spezifikationen und Berichte und sonstiges, was man über ein neues Gerät hört, löst den Wunsch aus, es auch haben zu wollen. Dabei erfüllen alle Geräte, die ich besitze bereits alle meine Anforderungen und ich habe eigentlich keinen legitimen Grund mir ein neues Gerät anschaffen zu müssen.
Alle paar Wochen besuche ich meine Familie, die am anderen Ende von Deutschland wohnt. Aber ich fahre dort nicht mit dem Auto hin, sondern nehme den Zug, weil dies einfach die bequemste Option ist. In meiner Stadt steige ich in den Zug, fahre sechs Stunden mit dem ICE, steige dann noch kurz für die letzten Kilometer in die S-Bahn um und schon bin ich da. Also wenn alles glatt läuft, wobei das beim Auto ja auch nicht immer garantiert ist, denn zu den Zeiten sind auch die Autobahnen nicht leer und es kann immer mal einen Stau geben.
Ich benutze kein Instagram mehr. Ich habe all meine Fotos in einem Archiv auf meiner eigenen Website veröffentlicht und nun mein Profil erst einmal still gelegt. Noch nicht gelöscht, wer weiß wofür man das noch einmal braucht, aber wenigstens sind dort nun keine Fotos mehr von mir öffentlich und auch ist die App nicht mehr auf meinem Handy. Wie ich in den Einstellungen sehen kann, habe ich meinen Account am 4.
Hätte ich vor einem Jahr überlegt, wie mein Leben heute wohl aussehen mag, hätte ich bestimmt was völlig anderes geschätzt als das, was heute Realität ist. Das Leben ist voller Überraschungen. Manchmal passieren nicht so schöne Dinge, die einen runterziehen, Kraft nehmen, Zweifel wecken und Hoffnung verlieren lassen. Aber manchmal passieren auch schöne Dinge, die dem Leben plötzlich eine ganz neue Bedeutung geben, einen pushen, das Leben lebenswerter machen und einem wieder neue Motivation, Kraft und auch Hoffnung geben.
Ich sitze gerade an meinem Schreibtisch. Das Fenster ist auf Kipp und die Nachbarn eine Etage tiefer sind im Hintergarten beschäftigt. Eine Familie mit zwei Kindern, der Opa scheint gerade zu Besuch zu sein. Vom Hören kann ich urteilen, dass er sein iPhone dabei hat. Wie es scheint kommt er nicht damit zurecht, dass ihm immer angezeigt wird, wenn ein Update verfügbar ist. Er scheint nicht zu verstehen, dass er diese Mitteilung einfach ignorieren und trotzdem telefonieren kann.
Während ich diese Zeilen tippe, sitze ich gerade im Starbucks in Hamburg in der Mönckebergstraße und esse nebenbei ein Stück Zitronenkuchen - Kaffee mag ich nicht so. Wie diese Hipster, wovon hier auch einige rumsitzen. In einer Stunde fährt mein Zug vom Hauptbahnhof zurück nach Hause. Aber wie bin ich hier nach Hamburg gekommen, warum überhaupt? Dieses Wochenende ist (bzw. war) das letzte in meinem diesjährigen Sommerurlaub. Die ganze letzte Woche war ich zuhause und habe hauptsächlich aufgeräumt (mein Zimmer ist endlich ordentlich und minimalistischer als vorher), aber fast noch mehr rumgegammelt.
Ich habe etwas gekauft, bei dem, nachdem ich gleich sage was, der ein oder andere vielleicht etwas verwundert schauen könnte, weil ich ja eigentlich so gar nicht zu der Zielgruppe gehören, die sich so etwas anschaffen. Und zwar ein Pedelec… Ein Pedelec (Akronym für Pedal Electric Cycle) ist eine Ausführung eines Elektrofahrrads, bei der der Fahrer von einem Elektroantrieb nur dann unterstützt wird, wenn er gleichzeitig selbst die Pedale tritt.
So, endlich melde ich mich auch mal wieder hier auf diesem Blog. Die letzten zwei Wochen war ich größtenteils offline, jedenfalls wenn es als offline gilt kein WLAN sondern nur sehr begrenzte mobile Daten zu haben. Ich hab es nämlich gerade so geschafft, nicht noch zusätzliches Volumen buchen zu müssen. Ich war am Meer, an der Ostsee auf Deutschlands zweitgrößter Insel Usedom. Das Wetter war sehr schön, vielleicht das ein oder andere mal ein bisschen zu warm, denn schwitzen mag ich nicht so, aber dafür gab es kaum Regen.
Jan-Lukas Else
20-Jähriger Student, der über alles schreibt, was ihn interessiert.